Wieviel Demokratie verträgt eine Schule?

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Mit dem Projekt "Schule INKLUSIVE demokratischer Veränderungen – Selbstbestimmung, Haltung und Verantwortung im gesellschaftlichen Kontext fördern" haben wir demokratische Prozesse an Schulen in vier Ländern näher betrachtet und Raum für einen intensiven und fundierten Erfahrungsaustausch gegeben. Gemeinsam sind wir der Frage nachgegangen, welchen Herausforderungen sich Schulen stellen müssen, um Demokratieverhalten aktiv zu leben und zu fördern.

Demokratiebildung ist heute in den Schulen ein vielfach fächerübergreifendes Querschnittsthema. Gelebte Demokratie bedeutet für jeden Einzelnen, an gesellschaftlichen und politischen Meinungsbildungsprozessen teilzunehmen. Das setzt die Fähigkeit voraus, eigene Interessen zu vertreten und zu verhandeln, andere Meinungen zu akzeptieren und bei möglichen Konflikten faire Lösungen zu finden. Dieses Thema besitzt auch eine wichtige transnationale Dimension: Auf europäischer Ebene spielen auch interkulturelle Aspekte eine Rolle bzw. Selbst- und Fremdbilder in den jeweiligen Ländern.

Vor dem Hintergrund des weltweiten Erstarkens von Populismus, erscheint es heute aktueller denn je, dass Schule den Kindern und Jugendlichen auch einen geschützten Raum bieten kann, in dem alle Fragen gestellt, alle Meinungen geäußert und Diskussionen offen geführt werden können. 

Die Projektpartner in Berlin, Graz, Ljubljana und Bern haben ein interdisziplinäres, europäisches Team aus Schulaufsicht, Schulleitungen, Lehrer*innen, Schulsozialarbeiter*innen und Erzieher*innen gebildet, um aufzuzeigen, ob und wie eine demokratische Schulentwicklung dazu beiträgt, Lehrenden und Lernenden Raum zum Erlernen und Gestalten von Demokratie zu geben, um eine Haltung von gegenseitiger Akzeptanz und Toleranz zu etablieren. Wir begegnen dem Auftrag zur Demokratiebildung mit dessen Einbettung in einen Prozess der demokratischen Schulentwicklung. Wir schauen nach erprobten, bewährten oder neuen Zugängen für eine Demokratiepädagogik. 

Ziel des Projektes war es, in einem strukturierten Erfahrungs- und Praxisaustausch Werkzeuge der Kommunikation, Zusammenarbeit und der didaktischen Umsetzung gemeinsam zu entwickeln, zu testen, zu evaluieren und zu dokumentieren. Wir haben "Good-Practice-Beispiele" zur Förderung eines demokratischen Zusammenlebens gesammelt und eine gemeinsame Antwort auf die Herausforderungen für eine demokratischen Schulentwicklung gesucht. Nachdem bereits zahlreiche Methoden und Instrumente zur Demokratiebildung mit abgesteckten Schwerpunkten und Zielgruppen vorliegen, wollen wir dem Auftrag zur Demokratiebildung mit dessen Einbettung in einen Prozess der demokratischen Schulentwicklung begegnen.

"Schule INKLUSIVE demokratischer Veränderungen" ist eine Strategische Partnerschaft der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie Berlin, der Grundschule am Kollwitzplatz, der Grundschule im Blumenviertel, der MS St. Peter, der ISOP GmbH, der Waldorfschule Ljubljana und dem Pedagoski Institut in Ljubljana. 

Aus der Schweiz beteiligen sich mit finanzieller Förderung von movetia als assoziierte Partner die Erziehungsdirektion des Kantons Bern, die OS Gsteighof, die Schule Hasle und die Schule Pestalozzi-Gotthelf an dem Projekt.