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  • Janett Hartig

Berlinchen - Graz

Es ist keine zwei Monate her, dass wir Anfang März dem Regen in Berlin entflohen und der Sonne entgegen nach Graz gereist sind. In Zeiten von Covid19 und europaweiten Schulschließungen erscheint es heute eine kleine Ewigkeit her zu sein. Doch "damals" haben uns die Grazer Kolleg*innen eine Woche lang mit Engagement, Fürsorge und großartigen Inputs beeindruckt.

Neben der wunderbaren Stadt duften wir die Arbeit in verschiedenen Schulen kennenlernen, aber vor allem die NMS St. Peter öffnete nahezu alle Türen, wodurch wir viele Eindrücke sammeln konnten. Dort und in anderen Schulen überzeugte uns ISOP mit den gelebten Konzepten der Schulsozialarbeit. Hier geht es um Prävention, die Schulsozialarbeiter*innen haben intensiven Kontakt zu allen Schüler*innen und werben für ihre umfangreichen und tollen Angebote. Aus Sicht der Inklusion ist die Arbeit in vielerlei Hinsicht ein mustergültiges Beispiel und gehört meiner Meinung nach fest in jedem Kiez implementiert.

Höhepunkt der Reise war jedoch der Mittwoch, an dem zu einem Ausflug durch die Südsteiermark eingeladen wurden. Die Organisation war so perfekt, dass ich als Fan von Individualreisen fast meine Meinung über Pauschalreisen überdenken muss.

Allein die Fahrt mit dem Bus durch die wunderbare Landschaft war schon ein Highlight, aber die Führung durch die Kürbiskernölproduktion der Firma Kiendler sowie die Weinverkostung beim Winzer Gross waren nicht nur informativ, sondern haben uns auch sehr persönliche Eindrücke von den sehr erfolgreichen Konzepten der zwei Familienunternehmen gegeben.

In einem Artikel beschreibt der Winzer Alois Gross, wie er in jungen Jahren die Ferne zu Fuß erkunden hat, um das Naheliegende in seiner Individualität zu erkennen. Das hat mir gefallen, da es eine Begründung für die Sinnhaftigkeit von grenzüberwindenden Europaprojekten ist.

Aber auch die Aussage von Ulrich Kiendler „…,weil ich alles hätte werden können, bin ich immer wieder gerne nach Hause in den Familienbetrieb gekommen…“, hat mir gezeigt, dass der Blick über den Tellerrand die Kreativität sowie den Weitblick stärkt. Heute präsentiert er mit großer Überzeugung die Kürbiskernölmühle.

Ein weiterer Punkt, dass diese Woche in einer besonderen Weise in meiner Erinnerung bleibt, ist die konstruktive, kritische und immer konsensorientierte Arbeit in der Steuergruppe. In der kurzen Zeit, die uns zur Verfügung stand, haben wir einen klaren strukturierten Fahrplan erstellt, der die Aufgaben eines jeden Partners verdeutlicht und ein Ergebnis des guten Miteinanders in diesem Projekt aufzeichnet. Die Begegnung sowie der Austausch mit den Hospitierenden, aber auch der Steuergruppenmitgliedern war ein wesentlicher Mehrwert dieses Projekttreffens und steigert die Vorfreude auf das nächste Treffen. Danke an die engagierten Gastgeber in Graz, aber auch Danke an alle Teilnehmer und besonderen Dank an die Sonne, die uns die gesamte Woche begleitet hat.


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